Navigation überspringen
Eine Gruppe von Menschen stehen zusammen an einer Scheibe und kleben Post-Its auf, sie lächeln dabei.

Transformation auf allen Ebenen: Wie der Kreis Segeberg seine Verwaltung zukunftsfähig macht

Veränderung beginnt im Dialog: Wir haben Räume geschaffen, in denen Führung, Beteiligung und die gemeinsame Vision greifbar wurden.

Transformation
Organisationsentwicklung
Strategie

Der Kreis Segeberg steht wie viele Kommunen in Deutschland vor komplexen Herausforderungen, die eine grundlegende Transformation der Verwaltungsstrukturen erforderlich machten. Demographischer Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel, Digitalisierung, Klimawandel, interkulturelle Vielfalt und eine angespannte Finanzlage – all diese Faktoren erfordern ein proaktives Handeln, um die Kreisverwaltung zukunftsfähig zu gestalten.

Besonders gravierend: Bis 2035 wird etwa ein Drittel der Belegschaft altersbedingt in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, freiwerdende Stellen qualifiziert nachzubesetzen. Die Kreisverwaltung war in den vergangenen Jahren stark gewachsen, was die Zusammenarbeit und das Teamgefühl zusätzlich erschwerte.

Stark in die Zukunft: Transformationsprozesse gemeinsam angehen

Die Führungsebene erkannte: Um in Zeiten knapper werdender Ressourcen handlungsfähig zu bleiben, mussten unnötige Bürokratie abgebaut, Abläufe effizienter gestaltet und digitalisiert werden. Dies erforderte jedoch einen kulturellen Wandel – weg von Silodenken hin zu fachbereichsübergreifender Zusammenarbeit. Die größte Herausforderung bestand darin, alle Führungskräfte und Mitarbeitenden für diesen Veränderungsprozess zu gewinnen und Widerstände sowie Ängste abzubauen.

Landrat Jan Peter Schröder erkannte: Ein Transformationsprozess kann nur gelingen, wenn er nicht nur auf technologischer Ebene stattfindet, sondern die Menschen mitnimmt. Die Vision "Segeberg 2035" musste mit Leben gefüllt und in alle Fachbereiche getragen werden.

Unser Lösungsansatz: externe Perspektive und partizipative Methodik

Als externe Berater wurden wir hinzugezogen, um mit objektivem und erfahrenem Blick von außen den Prozess zu begleiten. Wir unterstützen das Organisationsteam und helfen dabei, Dinge kritisch zu hinterfragen, um eingefahrene Muster aufzubrechen und Raum für Innovation zu schaffen.

Der erste Schritt: Ein Inhouse-Impulstag für 86 Führungskräfte unter dem Motto "Gemeinsam aufbrechen – Veränderung gestalten". Für diesen 7-stündigen Workshop vor Ort in Lübeck setzten wir gezielt auf die Methodik der Liberating Structures – dynamische, partizipative Prozesse, die ideal für Großgruppenmoderation geeignet sind, da sie alle Teilnehmenden einbinden und greifbare Ergebnisse liefern.

Die Ziele des Workshops waren klar definiert:

  • Bereitschaft für die Veränderung bei den Führungskräften wecken und stärken
  • Vermittlung eines einheitlichen Zielbildes innerhalb und zwischen den Fachbereichen
  • Vernetzung vorantreiben

Um diese Ziele effektiv zu erreichen, gliederte sich der Workshop in mehrere darauf abgestimmte Phasen:

Vision verstehen: Einführung in Purpose to Practice – das gemeinsame Warum als Leitstern.

Purpose entwickeln: Jeder Fachbereich erarbeitete partizipativ ein eigenes Purpose-Statement als persönlichen Prüfstein und Orientierungspunkt für die langfristige Ausrichtung.

Spannungsfelder erkennen: Die Führungskräfte arbeiteten Spannungsfelder heraus, erkannten Widersprüche an und untersuchten, wie beide Seiten berücksichtigt werden können.

Herausforderungen: Mit interaktiven Formaten wurden Hemmnisse identifiziert und in lösungsorientierte Ideen verwandelt. Hier wurde Raum für offene Dialoge geschaffen und das Potenzial einer positiven Fehlerkultur sichtbar gemacht.

Aktionen planen: Konkrete Maßnahmen wurden abgeleitet und Schritte für die Agenda Segeberg 2035 geschaffen.

Gemeinsam stark für die Zukunft des Kreises Segeberg

Der Workshop hat wichtige Impulse gesetzt:

✓

Ein gemeinsamer Kompass für die Zukunft

Mit inspirierendem Purpose wurden Gemeinsamkeiten entwickelt, die sowohl Orientierung als auch Motivation schafften. Der Satz „Wir als Mannschaft halten den Kreis zukunftsfähig auf Kurs und gestalten Gemeinwohl“ wurde greifbar – als Richtung für Führung und Zusammenarbeit.

✓

Führung in neuer Stärke

Die Führungskräfte wurden als Team erlebbar. Vertrauen, Dialog und kollektive Verantwortung wurden nicht nur thematisiert, sondern sind eine zentrale Voraussetzung für echte Veränderung.

✓

Verbindlichkeit durch greifbare Ergebnisse

Statt bloßer Impulse lieferte der Workshop sichtbar, anschlussfähige Ergebnisse: Erste Schritte wurden definiert, fachbereichsübergreifende Verbindungen geknüpft, Veränderung wurde als gestaltbar erlebt.

Unser Ansatz: Transformation durch echte Beteiligung, kluge Prozessarchitektur und gelebte Verbindung.
Wenn Veränderung mehr sein soll als ein Buzzword, braucht es Räume, in denen Führung wachsen kann, und eine Kommunikation, die Menschen wirklich erreicht.

Die nächsten Schritte – strukturiert, partizipativ, zukunftsgerichtet

Der Impulstag war der Auftakt. Mit diesem strukturierten und dialogorientierten Vorgehen setzt der Kreis Segeberg ein starkes Signal: Es geht um Zukunftsfähigkeit. Die Verwaltung wird gezielt darin gestärkt, bis 2035 handlungsfähig, effizient und bürgernah zu bleiben – durch kluge Beteiligung.

Diese Themen bewegen Sie auch?

Der erste Schritt zur Transformation beginnt mit einem unverbindlichen Austausch – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und melden uns umgehend zurück.

Maja Barthelmes

+49 40 6094 430-0
maja.barthelmes@holisticon.de

Mehr zum Thema Transformation

Wie es TBIT gelang, mithilfe eines Führungskompetenzen- und Feedbacksystems den Unternehmenserfolg voranzutreiben.

Bunte Klebezettel werden von zwei Personen an ein Fenster geklebt

Agile Transformation & Organisationsentwicklung